Viele denken bei Buchmarketing zuerst an Instagram-Posts oder Amazon Ads. Klar, das gehört dazu – aber das ist nur ein kleiner Teil. Richtig gutes Buchmarketing beginnt vor dem ersten Social-Media-Post – und basiert auf einem soliden Fundament.

Denn Buchmarketing oder Marketing im Allgemeinen besteht aus vier Säulen:

Produkt, Preis, Placement und Promotion.

Wenn du sie einzeln betrachtest und gezielt optimierst, wird dein Buch deutlich erfolgreicher performen – vor allem als SelfpublisherIn.

Die 4 Säulen des Buchmarketings – im Detail

1. Produkt – Wie überzeugend ist dein Buch überhaupt?

Das Produkt ist der Startpunkt für alles. Kein Marketing der Welt kann ein Buch verkaufen, das an den Erwartungen der Zielgruppe vorbeigeht. Hier geht es um:

Der Selfpublishing Markt hat sich in den letzten Jahren stark professionalisiert. Ein wunderbarer Erfolg für den Buchmarkt und die Leserschaft.

2. Preis – Der unterschätzte Gamechanger

Viele SelfpublisherInnen orientieren sich beim Preis an Verlagsbüchern – und das ist ein echter Fehler. Zumindest bei den E-Books. Ein Debütroman einer schreibenden Person, die gerade erst angefangen hat, kann nicht mit 9,99 € oder mehr an den Start gehen. Kann schon, aber dann ist klar, warum die Verkäufe ausbleiben.

Wichtig: Du kannst als neuer AutorIn keine 6,99 oder 9,99 Euro für ein erstes E-Book verlangen, wenn du noch keine LeserInnenbasis hast. Verlagsbücher haben ein ganz anderes Standing, andere Budgets, andere Vertriebsstrukturen.

📉 Ein zu hoher Preis bremst den Einstieg.
📈 Ein strategisch gesetzter Preis senkt die Hemmschwelle – und steigert langfristig die Verkäufe.

Konkret heißt das:

Schau dir die Amazon-Bestsellerlisten in deinem Genre an! Da bekommst du ein klares Bild von marktüblichen Preisen und achte auf den Unterschied zwischen Verlags und Selfpublishing Büchern.

3. Placement – Wo steht dein Buch eigentlich?

„Placement“ heißt: Wo und wie wird dein Buch überhaupt platziert? Für die meisten SelfpublisherInnen heißt das ganz klar: Amazon. Denn dort kannst du mit den richtigen Tools viel herausholen:

Tipp: Plattformen kombinieren – Wenn du mehr Reichweite willst, kannst du für deine Bücher z. B. auch Tolino Media, epubli oder BoD mit einbeziehen. Manche E-Books laufen bei Tolino wesentlich besser. Es gibt günstige Werbeplätze für AutorInnen uvm. Du bist frei, nichts ist in Stein gemeißelt. Werden die gelesenen Seiten bei KU weniger, dann trete aus dem Select Programm aus und probiere es bei Tolino. natürlich immer mit einer Werbestrategie im Ärmel.

Gutes Placement bedeutet, sichtbar sein dort, wo LeserInnen suchen.

4. Promotion – Jetzt wird’s laut

Erst wenn die ersten drei Säulen stehen, geht’s an die Werbung. Promotion ist das, was viele für „Marketing“ halten – also Ads, Posts, Kooperationen, Newsletter, Lesungen, Blogtouren.

Aber: Nur mit gutem Produkt, fairem Preis und klarem Placement wirkt Werbung wirklich.

Zu den wirkungsvollsten Maßnahmen gehören:

Wenn du Buchmarketing ganzheitlich betrachtest, bekommst du viel mehr Wirkung für deine Mühe. Ein schönes Cover reicht nicht. Und ein einzelner Instagram-Post macht noch keinen Bestseller. Das Gesamtpaket ist der Schlüssel zu Verkäufen für dein Buch oder deine Bücher. Eines der wichtigsten Werbemittel ist übrigens das nächste Buch und das darauf folgende. Dann kannst du auch irgendwann vom Schreiben leben.

To-Do: Überprüfe dein Buch, deine Reihe anhand der oben besprochenen Kriterien.

So holst du das Maximum aus deinem Buch heraus – egal ob Debüt oder Band 5.

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